Von meinem letzten Umzug hatte ich es noch so in Erinnerung: bei der Wohnungsübergabe liest man gemeinsam den Zählerstand ab, schreibt sich die Zählernummer auf und hat dann noch ganze 6 Wochen Zeit, um sich einen Stromanbieter zu suchen.

Diesmal wollte ich sogar so fleißig sein und schon vor dem Umzug meinen Energieversorger diesen mitteilen – ging natürlich nicht, weil ich die Zählernummer noch nicht kannte. Also verschob ich das auf den Tag der Wohnungsübergabe. Das erfreute dann das Online-Formular keineswegs: DER EINZUGSTERMIN DARF NICHT VOR $date + 3d LIEGEN. Na super, was hat der Rechenknecht da schon wieder verschluckt?! Ich rufe also im Callcenter an, sehr freundlicher Mitarbeiter: Das hätte ich im Vorhinein machen müssen, seit dem 6.6.2025 kann man den Stromanbieter nur für einen Termin in der Zukunft ändern. Wenn an also nicht in der Grundversorgung landen möchte, dann muss man jetzt schon vor der Übergabe seine Zählernummer (und am besten noch die Marktlokationsidenfikationsnummer) kennen.

Für mich war so etwas wie die rückwirkende Stromanbieterwahl ein Paradebeispiel für eine verbraucherfreundliche Regelung. Ausgerechnet diese ist jetzt durch eine Gesetzesänderung weggefallen …und das ist furchtbar schade.

  • gigachad@piefed.social
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    12 days ago

    Als ich in meine erste Wohnung (NRW) gezogen bin, wusste ich nicht dass es da ne Frist gibt. In der ersten Woche kam jemand von der Stadtwerke und hat mir die Sicherung raus gedreht.

    • Jako302@feddit.org
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      10 days ago

      Wer sich nicht drum kümmert landet automatisch beim Grundversorger (meistens EON). Der ist zwar meistens teurer, aber den Strom abdrehen sollte dir deswegen niemand. Da müssten vorher schon mehrere Mahnungen kommen.

      Entweder hat der Vermieter schon länger Briefe ignoriert oder versehentlich den ganzen Zähler abgemeldet.