Gut!
Jetzt geht bitte stattdessen den Kern des Problemes an, wie es im Artikel zumindest angedeutet wird:
Auch die Kommission richtet ihren Blick verstärkt auf die Architektur der Plattformen. Das Gesetzespaket soll Tech-Konzerne so auch zu einer Überarbeitung ihrer Mechanismen zwingen. Es geht vor allem um Algorithmen und Funktionen, die darauf ausgelegt sind, Nutzer süchtig zu machen.
naja, finde ich auch nicht großartig :/
Jegliche Regulierung des Internets hat aus meiner Sicht vor allem folgende Auswirkungen:
- sie macht den Betrieb von Websites teurer und macht es dadurch schwieriger für kleine Fische (etwa das Fediverse), große Konzerne herauszufordern
- sie macht das Internet zu einem weniger internationalen Kommunikationsmedium
Dass es Internetsucht überhaupt gibt, ist eine Behauptung, die mindestens zweifelhaft ist; angefangen hat der Begriff m.W. als Satire.
Aber vieles was kritisiert wird, wie Aufmerksamkeit fressende Algorithmen oder die Möglichkeit, gezielt Themen zu pushen, hat das Fedicerse von Haus aus nicht. Kommt also darauf an, was am Ende gefordert wird.
Ich hab in der Vergangenheit schon die Meinung geäußert, dass man andenken könnte: wenn ein Empfehlungsalgorithmus etwas empfiehlt, haftet der Betreiber dafür, falls es sich als illegal (zB verleumderisch, urheberrechtsverletzend, …) herausstellen sollte.
Es gibt da auch Argumente dagegen: https://www.techdirt.com/2026/02/23/yes-section-230-should-apply-equally-to-algorithmic-recommendations/
Aber es sollte jedenfalls das Ziel sein, dass es das partizipatorische Internet geben kann und es nicht nur von Firmen, die sich jede Klage leisten können, dominiert wird.



