

Interessant, dass hier nicht darauf eingegangen wird, wie mehr Zugang zu Informationen natürlich Dinge bewertbarer macht und dazu führt, dass Leute Hilfe suchen. Bis 30 dachte ich, ich bin einfach nur kaputt. Jetzt habe ich genug Informationen, um mit großer Wahrscheinlichkeit zu sagen, dass ich in irgendeiner Art neurodivergent bin. Und als ich meiner Mutter eröffnete, dass ich vielleicht autistisch sei, meinte sie, dass ein Freund meiner Cousine sie mal in meiner Kindheit gefragt hat, ob ich autistisch sei und sie es einfach abgetan hat. Natürlich gibt es viele Diagnosen im Erwachsenenalter, wenn Eltern bei ihren Kindern immer sagen “ne, mein Kind nicht. Das ist ja normal”, selbst wenn dieses jede Familienfeier still in einer Ecke verbringt und die ganze Zeit Logik Puzzles macht, sehr viel Probleme hat, Anschluss an andere Kinder zu finden usw… ich hab so viele Coping Mechanismen entwickelt, um mit Reizüberflutung fertig zu werden, dass ich irgendwann halt sehr roboterartig funktioniert habe. Bis meine Katze gestorben ist und alle Mauern im sich zusammen gefallen sind und ich jetzt enorme Probleme im Alltag habe. Ich will nicht Mal ne Diagnose, aber ich hab drüber nachgedacht.
Mich nervt der Artikel enorm, weil er diese “social Media macht unsere Kinder autistisch/trans/gay/whatever” Energie hat. Nein, wir haben einfach nur mehr Informationen, um zu erkennen, dass 1+1=2 ist










Hä? Ich hab davon geredet, dass der Artikel einseitig geschrieben ist, nicht, dass sich Ärzte irgendwie verschworen haben, Diagnosen vorzuenthalten. Natürlich soll man zur Diagnose zum Psychologen/Psychiater. Dagegen hab ich auch nichts gesagt, aber der Grund warum mehr Leute diese Diagnose suchen, ist mehr Information, nicht influencer, die sie hirnwaschen.